Welche Ansätze haben Sie für Rüdesheim wegen des Bahnlärms? – Sandro Zehner

Welche Ansätze haben Sie für Rüdesheim wegen des Bahnlärms?

Der Bahnlärm der Güterstrecke im Rheingau ist ein großes Problem, trotz der Investitionen der Bahn in den letzten Jahren. Wir müssen darauf hinwirken, die Strecke zwischen Nordsee und Genua über alternative Trassen zu entlasten, um das Verkehrsaufkommen und damit den Lärm zu verringern. In Rüdesheim haben wir ein Sonderproblem, um Straße, Schiene und Rheinufer zu entlasten, denn hier ist es jetzt an Bund und Land die aktuell geschaffenen Planungsgrundlagen umzusetzen. Ich will im Kreis weiter daran arbeiten, den Rheingau mittels aktiver und passiver Schallschutzmaßnahmen vom Bahnlärm substantiell zu entlasten.

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Wie wollen Sie die Mobilität im Kreis künftig anpacken?
Das Kreisstraßenprogramm muss konsequent fortgeführt werden: Wir haben angefangen, die Kreisstraßen zu sanieren und dürfen damit nicht aufhören, sondern müssen die Mittel auch in künftig dafür bereitstellen. Für eine zukunftsfähige Mobilität braucht es insgesamt attraktive Alternativen zum Auto und unterschiedliche Angebote für die Bedarfe. Die Busverbindungen müssen verbessert werden und es bedarf innovativer Konzepte für den ländlichen Raum, wie unsere algorithmen-gesteuertes On-Demand-Shuttle EMIL, das seit 2021 sehr erfolgreich in Taunusstein im Einsatz ist. Solche Konzepte müssen wir im gesamten Kreis anbieten. Zusammen mit dem Ausbau von Radwegekonzepten können wir so die Mobilität im Kreis nach vorne bringen.
Wie wollen Sie dafür Sorge tragen, dass die Schulbusse pünktlich kommen?
Die Pünklichkeit der Schulbusse ist zu Recht ein riesengroßes Thema im Rheingau-Taunus-Kreis, denn die Schülerinnen und Schüler und auch die Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass der Schulbus kommt und die Kinder pünktlich in die Schule bringt. Letztlich ein Punkt, den man im intensiven Austausch mit den Verkehrsdienstleistern sicherstellen muss – im Zweifel auch über Strafzahlungen. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Schulbusse, sondern auch im Rheingau für die Züge, wo die Kapazitäten oft nicht reichen. Schüler zuverlässig und pünktlich über den ÖPNV in die Schulen bringen: Hier will ich schnellstmöglich und nachhaltig ran.
Reaktivierung der Aartalbahn: Glauben Sie an das Projekt?
Ich glaube an die Reaktivierung der Aartalbahn und halte daran fest. Die Reaktivierung ist ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Mobilität im westlichen Untertaunus, in dem 70.000 Menschen leben – der einzige Kreisteil, der keine Schienenanbindung hat und das müssen wir ändern! Wir müssen den schienengebundenen Verkehr stärken, um für rund ein Drittel der Menschen im Kreis eine Anbindung an Wiesbaden, Mainz, Frankfurt oder den Flughafen zu ermöglichen - unabhängig vom Auto. Das entlastet die Straßen und vor allem die Menschen. Dass das Projekt gelingt, daran will ich auch in Zukunft weiterarbeiten.
Das mit der Führerscheinstelle ist katastrophal - gibts mit Ihnen schneller Termine?!
Definitiv eines der Hauptthemen, die die Menschen im Kreis im Hinblick auf das Kreishaus bewegt und die ich als eines der ersten Themen zusammen mit dem Team der Verwaltung anpacken möchte. Ich denke, wir haben hier gute Chancen beispielsweise bei der Ausgabe von Führerscheinen zu entzerren, indem sie dezentral in den Kommunen ermöglicht wird oder über 24-h-Automaten, wie wir sie beim Thema Pass und Perso in Taunusstein schon realisiert haben. Am Ende geht es darum, den Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu solchen Dienstleistungen ihrer Kreisverwaltung schnell und einfach zu ermöglichen und dafür gute Prozesse zu gestalten.